Der Marxismus im 21. Jahrhundert. Teil 2

Marx, Engels, Lenin, Stalin

Marx, Engels, Lenin, Stalin

Großherzig und großartig ist die Geschichte dieser sozialen Höllenfahrten, die damit ausgeübt wurden, dass die Notleidende die Hölle verlassen können.

Gibt es wirklich Menschen, die glauben, dass Marx (und Engels, und Lenin, und Stalin) sich an zweitrangige oder sogar erstrangige Bestandteile der Modelle, der Lehren und der Theorien klammern würden, wenn sie auf eine neue Problemstellung treffen? Und das obwohl diese Bestandteile (und Modelle, und Lehren, und Theorien) in Situationen entstanden, wo diese Problemstellung noch gar nicht vorhanden war? Wenn dem so ist, wie soll man die bekannte Aussage von Engels interpretieren, die später mehrmals von Lenin und von Stalin wiederholt wurde, dass „der Marxismus kein Dogma sei, sondern eine Anleitung zum Handeln“? Und andere ähnliche Aussagen von anderen Politiker-Marxisten? Von solchen Aussagen gibt es eine ganze Unmenge.

Über die Klassen und Klassenkampf hatte Marx nicht sehr viel geschrieben — ihm hat die Zeit dafür nicht gereicht. Damit die „Klasse an sich“ zu einer vollwertigen Klasse („Klasse für sich“) wird, braucht sie eine Vereinigung mit irgendwelchen intellektuellen Kräften, die nicht nur den Intellektualismus, sondern auch eine politische Selbstheit besitzen. Diese Kräfte müssen dann die Klasse wachrütteln und zu etwas historisch Bewegendem umstrukturieren. Damit die Klassenprotosubstanz eine neue vollkommene Struktur, einen neuen Willen und Bewusstsein bekommt, aus einer Protosubstanz zu einer Substanz und danach zum Subjekt der historischen Handlung wird, um sich selbst und die Menschheit zu retten.

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