Nach dem Globalismus – ein Memorandum

Anm. d. Red.: Dieser politischer Text stellt ein Aufruf zur realen, politisch-wirksamen Zusammenarbeit von einem der einflussreichsten Marxisten, Politologen und Analysten in Russland, Sergej Kurginyan, dar. Die Publikation dieses großen ,langen Textes soll zwei Zielen dienen:

  1. Das Memorandum soll die westliche Gesellschaft mit der real-russischen (also keine ausgedachte, von westlichen Medien in ihren Interessen ruminterpretierten), strategischen und hoch-intellektuellen Sichtweise konfrontieren, die der durchschnittliche Bürger im Westen nicht wahrnehmen kann. Es werden in Russland konstant und auf allen Gesellschaftsvertikalen solche Diskussionen geführt. Dieser Memorandum soll einen Einblick geben, was die Sichtweise Russlands objektiv darstellt, wie man in Russland bestimmte Sachen sieht, und vor allem, mit welcher Tiefe man die grundlegenden Fragen ausdiskutiert.
    Dieses Ziel hat dementsprechend als Folge, dass es sehr kompakt, konzentriert und sehr vieles beinhaltet, was so für den durchschnittlichen Deutschen unbekannt und teils unverständlich sein wird. Zum Beispiel die „Resowjetisierung“, die von Kurginyan dauernd angesprochen wird, welche in Russland durch eine Vielzahl an signifikanten Umfragen bewiesen wurde, dessen Konsequenz man meistens aber ganz anders interpretiert, als dies die russische Bevölkerung tätigt. Dies, und viele weiteren Themen, bedarf einer weiteren Betrachtung.
  2. Soll der Text, wie auch in den ersten Absätzen beschrieben, als Grundlage für eine effektive Zusammenarbeit und Diskussion dienen, um die katastrophale Lage der russisch-westlichen Beziehungen irgendwie in die richtige Richtung zu lenken. Dementsprechend wendet sich das Memorandum an alle Intellektuelle, Politiker, Politik-Interessenten, Menschen, denen die Beziehung mit Russland und die Situation in der Welt nicht egal ist, mit der Bitte, dieses aufmerksam durchzulesen und mit Rückfragen die erklärungsbedürftigen Themen zu offenbaren. Nur dann kann eine sinnvolle Zusammenarbeit entstehen.

Die deutsche Abteilung der Bürgerbewegung „Das Wesen der Zeit“ akzeptiert dieses Memorandum und ist auch bereit, mit freundlichen Kräften auf dieser Basis in jeglichen Wegen zusammen zu arbeiten.

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Marxismus im 21. Jahrhundert. Teil 1.

Plakat aus der Sowjetunion. Der Schriftzug besagt: „Das Volk und die Armee sind Eins!“

Anm. d. R.:

Russland ist der Nachfolger der Sowjetunion. Die Sowjetunion war das erste marxistische, sozialistische, kommunistische, rote Projekt der Welt. Das Ziel war einfach – eine gerechtere Gesellschaft, frei von Ausbeutung. Es entfachte die Leidenschaft und eine massive historische Bewegung. Sozialistische Revolutionen folgten der Sowjetunion in China, Vietnam, Kuba, und noch viele weitere. Es existieren viele verschiedene Mythen und Lügen über die Sowjetunion, es ist jedoch eine historische Objektivität, dass ohne die Sowjetunion unsere Welt heute ganz anders aussehen würde. Der Sieg über den Faschismus, der Aufbau einer radikal-anderen (über die noch viel geschrieben werden muss) Gesellschaft, die Systemkonkurrenz des Kalten Krieges, all das sind Errungenschaften der Sowjetunion. Die Sowjetunion basierte sich auf einem der einflussreichsten Werke des 19. Jahrhunderts – die Werke von Karl Marx über den Kapitalismus. Doch seit der Niederlage der Sowjetunion im Kalten Krieg, ist seine Rolle eher gering. Die europäische Linke ist zerstreut wie nie zu vor, reale Alternativen der Gesellschaftsbau existieren nicht, und die Diskussion der Gesellschaftsprobleme und Lösungsvorschläge im 21. Jahrhundert werden allein den Rechten Kräften überlassen.

Um jedoch eine Lösung vorschlagen zu können, muss erst einmal eine das Problem des Marxismus im 21. Jahrhundert besprochen werden.  Russland hat, als Nachfolger der Sowjetunion, von Definition aus einen tieferen Blick in diese Probleme und ihre Darstellung. In diesem Artikel wird erstmals auf Deutsch die neusten Überlegungen von einem der führenden russischen Marxisten und Politologen, S. Kurginyan, zu dieser Thematik dargelegt. 

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