Die Gnostik als Vorreiterin des Faschismus

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Der okkulte Hitlerismus und seine neofaschistischen Variationen sind natürlich nicht aus dem Nichts entstanden. Die verbreitete Meinung, dass der „Mythos des 20. Jahrhunderts“ von Rosenberg ein monströses und unerwartetes Kind des deutschen Nazismus ist, ist ebenfalls ein Mythos. In der Realität beinhaltet der Faschismus des 2o. Jahrhundert alle grundlegenden ideologische Motive, die auch bereits bei den früheren Gnostikern existierten. Deswegen ist die Analyse der gnostischen Wurzeln des Faschismus zweifellos wichtig für das Verständnis dieser Erscheinung.

Wir gehen davon aus, dass der Konflikt des Faschismus mit dem Humanismus die Konsequenz eines viel tieferen Konfliktes ist, der mit seinen Wurzeln sehr weit in die frühere Geschichte des Christentums reicht. Das ist der Konflikt zwischen der Metaphysik der Gnostik und der des Chiliasmus.

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Die Ursprünge der amerikanischen Vorstellungen von Exzeptionalismus

Seit Bestehen des amerikanischen Staates haben sich die Amerikaner stets für ein besonderes Volk gehalten. Und überhaupt ist es zu keiner Zeit möglich, einen Staat zu etablieren ohne einen Glauben seitens seiner Gründer an eine besondere Mission. Doch ist die Frage nach dem genauen Inhalt dieser Mission der USA der internationalen Gemeinschaft heute von zunehmendem Interesse. Das Interesse steigert sich weiter mit der anwachsenden Zahl und den wachsenden Ausmaßen der von der US-Politik provozierten kriegerischen Auseinandersetzungen.

Die umfangreichen Katastrophen, die diese Konflikte verursacht haben, führten zum sarkastischen Ausdruck von einer „besonderen Rolle der USA in der Welt“ – er wurde auch allgemein akzeptiert und bis zum Abwinken wiederholt. Demnach ist es erst recht wichtig, zu verstehen, wie das zustande kam und was die amerikanische Vorstellung vom eigenen Exzeptionalismus ursprünglich beinhaltete.

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Faschismus. Fundamentale Ungleichheit.

Quelle: http://bit.ly/1y8DPw1

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Die nächste Eigenschaft des Faschismus ist die fundamentale Ungleichheit. Es gab in der Geschichte verschiedene Begründungen der Ungleichheit. Im Mittelalter wurde die Ungleichheit, also die Ständeordnung, mit dem Verweis auf die göttliche Ordnung der Dinge begründet, wobei alle vor Gott gleich waren. Im Zeitalter des Kapitalismus basierte die Ungleichheit auf den individualistischen/natürlichen Eigenschafen einzelner Menschen, ganz nach dem Motto „das ist ein schlechter, fauler Arbeiter und deswegen ist er kein Rothschild“. Dabei konnte der Kapitalismus ebenfalls auf religiöse Begründungen der Ungleichheit zurückgreifen, wenn man sich an die „Protestantische Ethik“ von Marx Weber erinnert.

Es gab jedoch sowohl im Mittelalter mit der Standesordnung, noch im Kapitalismus keine fundamentale Ungleichheit. Im Mittelalter waren die Menschen metaphysisch gleich gestellt. Im Kapitalismus, mit den Idealen „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“, hatten die Menschen, wenn auch nur theoretisch, mehr Gleichheit. Es gab niemals, in keinem dieser Systeme, eine Begründung für das Absolut – „Menschen sind ungleich“. Bis zum Faschismus.

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