»…Gott im Himmel, vergiss mich auch…«

Am 16 März hat die überwältigende Mehrheit der Krim-Bevölkerung für die Einverleibung mit Russland gestimmt. Dem Volk in Krim sei die Wahl im vollen Maß bewusst gewesen. Die Leute haben verstanden, dass die offenen Bandera-Nachfolger die Macht in Kiew mittels eines Militärputsches erbeutet haben. Heute schon werden wehrlose Menschen in der Ukraine verprügelt und ermordet, Fackelzüge werden durchgeführt, Bandera wird verehrt, man fordert die Vertreibung aller Russen aus der Ukraine und skandiert unverschämt den Nazi-Slogan »Moskowiten auf die Messerspitzen!«.

Was man tun soll wird der neuen Kiewschen Regierung nicht von irgendjemand diktiert, sondern vom »Rechten Sektor« (orig. «Правый Сектор») aus dem Majdan, der durch seine berühmten sadistischen und kriegsverbrecherischen Anführer angeführt wird, welche aus der Ukrainischen Nationalversammlung (UNA), deren paramilitärischem Arm die Ukrainische Nationale Selbstverteidigung (UNSO) und aus dem »Trisub« stammen, die die russischen Soldaten in Tschetschenien folterten und töteten – Dmitro Jarosch und Saschko Bily (Aleksander Muzitschko), und andere.

Die Verehrung von Bandera  und die Leugnung der Resolutionen der Nürnberger Prozesse, die den Faschismus verurteilen, wird Kiew versuchen offiziell zu machen. Dabei ist es sehr bezeichnend, dass ein Abgeordneter von der Allukrainischen Vereinigung »Vaterland« Wladimir Jaworiwski eine Regierungsvorlage für ein Bundesgesetz über die Abschaffung der Strafe für die Rechtfertigung des Faschismus eingebracht hat.

Wir haben schon mehrmals über das Verbrechen von Bandera-Adepten gesprochen, aber heute, wegen des Geschehens in der Ukraine, werden man näher auf dieses Thema eingehen. Es ist leider auch notwendig die grausamsten Fotos von ausgeklügelt-sadistischen Untaten der Bandera-Anhänger zu zeigen. All das werden wir brauchen um zu verstehen, was wir in der Ukraine bekämpfen und was für ein »faschistisches U-Boot« dort heute auftaucht.

In der Leugnung von den nazistischen Verbrechen sind sich der »Rechte Sektor«, die Eliten des Westens und deren einheimische liberale Befürworter einig, die alle seit langem und unverblümt nach der Bestreitung der Nürnberger Resolutionen und der Gleichsetzung des Kommunismus und Nazismus streben. Dieselben Personen verurteilen unbegründet die Sowjet Union und entschuldigen Bandera- und Wlasow-Anhänger.

Um das Thema der Geschichte von Bandera-OUN-UPA näher zu betrachten, lassen wir die Mitglieder der Bewegung »Das Wesen der Zeit« aus der Perm-Filiale sprechen, die seit Jahren in ihrer Region auf das merkwürdigen Phänomen stoßen: wie die liberalen Bürgerrechtler die Bandera- und Wlasow-Anhänger, Waldbrüder und anderen Kriegsverbrecher überzeugt reinwaschen.

Der Pressesprecher vom »Rechten Sektor« Andrej Tarasenko erklärte in seinem Interview der polnischen Zeitung »Rzeczpospolita« (http://www.rp.pl/artykul/107684,1083009-Lider-banderowcow–ludobojstwo-na-Wolyniu-to-brednia.html), dass Polen einen Teil seiner Gebiete an die Ukraine abgeben muss, wie zum Beispiel die Stadt Przemysl. Man muss zugeben, dass das eine sehr starke Aussage ist. Und die Polen sind scheinbar bereit dieses Pöbeln einzustecken. Jedoch haben sie keine moralische Berechtigung wortlos Tarasenkos Kommentar über das Wolhynien-Massaker von 1943 hinunterzuschlucken. In diesem Gemetzel wurden mehrere Zehntausende Polen durch Bandera-Anhänger getötet. Tarasenko sagte: »Das ist Unsinn. Ich habe die Geschichte von OUN-UPA genau studiert, und kann sagen, dass das einfach nicht wahr ist. Ja, Bandera hat sich zu radikalen Methoden bekannt, jedoch darf man gegen die Okkupanten mit allen Mitteln kämpfen. Erst recht, wenn dieser Okkupant aus deinem Land nicht weggehen will«.

Die bekannte Überschrift auf dem polnischen Denkmal für die Opfern des Wolhynien-Massakers ist: »Sollte ich sie vergessen, Du, Gott im Himmel, vergiss mich auch«. Wenn sie vergessen haben, so erinnern wir uns. Für sie und für uns. Und anscheinend müssen wir das bewusstlose Europa an die Geschehnisse erinnern, die sich auf ihrem Gebiet vor 70 Jahren abgespielt haben. Ich warne meine Lesern und Leserinnen, dass ein Teil dieser »Erinnerungen« sogar visuell einen sehr schweren Eindruck hinterlässt, deswegen muss man sich zuerst seelisch vorbereiten, um über dieses Massaker auch lesen zu können.

»Polnische Frage«

Vernichtung der Polen war kein Zufall. Im Jahre 1941 schon hatte die Führung OUN(B) (dem Bandera untergegeben Flügel der OUN) eine Anweisung »Kampf und Tätigkeit der OUN während des Krieges« verlegt, die unter anderem die Beziehungen zu den anderen Nationen bestimmte:

»Nationale Minderheiten sind folgendermaßen aufgeteilt:

a) uns freundliche, das heißt Vertreter der unterjochten Völker
b) uns feindliche, Moskowitern, Polen, Juden.

a) sind mit den Ukrainern gleichberechtigt; sie können in Ihre Heimat zurückkehren.
b) werden im Kampf vernichtet, außer denjenigen, die Regime verteidigen: Bei Umsiedlung in ihre Länder sind vor allem die Intelligente zu vernichten; Diese dürfen nicht zum Dienst in Ämtern zugelassen werden. Im allgemeinem ist es notwendig derer Entstehung zu verhindern, d.h. der Zugang zu Schulen usw. ist zu verweigern. Zum Beispiel, die sogenannten polnischen Bauern sind zu assimilieren, indem man ihnen unterrichtet, dass sie durch Polen gewaltsam assimilierte Ukrainer sind. Sämtliche Führungskräfte sind zu vernichten. Juden sind zu isolieren, aus den Ämtern zu entfernen, um Sabotage zu vermeiden. Dies betrifft auch Moskowitern und Polen. Hätte es eine unabdingbare Notwendigkeit gegeben, in einem Amt einen Juden bleiben zu lassen, so muss ihn unser Milizionär beobachten und beim kleinsten Vergehen liquidieren.

Keine Fremde-Feinde können Leiter einzelner Lebensbereiche sein, sondern nur Ukrainer. Assimilierung der Juden ist ausgeschlossen«.[1]

Deutschland hatte aber keine unabhängige Ukraine geplant, weshalb am Ende des Jahres 1941 die Banderas gezwungen waren, selbst unter zu tauchen und ihre Pläne bezüglich der »unerwünschten Elemente« zu revidieren. Es sei bemerkt, dass die Führung der OUN(B) bei Ihren Aufrufen, die Deutschen nicht anzugreifen, geblieben war. So wird dieser Vorgang von Historiker Aleksandr Djukow beschrieben:

»Neuer Plan der Tätigkeit wurde offiziell im April 1942 auf der II Konferenz der OUN(B) formuliert. Es wurde beschlossen, keinen Kampf gegen okkupierende Nazis zu führen, da der Kampf mit den Deutschen Moskaus Rücken stärkt…

Im Oktober 1942 in Lemberg (Lvov) wurde die erste militärische Konferenz der OUN(B) zusammengerufen, deren Ergebnis die Vorbereitung eines Programms der militärischen Organisationstätigkeiten war…

Glaubt man den veröffentlichten Abschnitten im Programm wurde Vorbereitung zum bewaffneten Aufstand angedeutet. Im Zuge dieses Aufstandes wurde vorgeschlagen, das Problem der »nationaler Minderheiten« radikal zu lösen:

„… Die Polen sind auszusiedeln, wobei sie Möglichkeit haben werden, alles mitnehmen zu dürfen, was sie wünschen, denn sie werden von England und Amerika geschützt. Diejenigen aber, die nicht ausziehen werden, sind zu vernichten. Aktivste Feinde und darunter Mitglieder der antiukrainischen Organisationen sind an einem Tag vor der Mobilisation zu vernichten. Sie werden vorzeitig durch Bezirks- und Kreisgruppen aufgespürt werden…“«.[2]

Am Anfang des Jahres 1943 begann die Realisierung dieses Plans.

Es ist bemerkenswert, dass Dmitro Jarosch, der Anführer des »Rechten Sektors«, schließt sich der gleichen Aufteilung der ukrainischen Bevölkerung an, identisch mit Banderas Prinzip. In seinem Buch »Nation und Revolution« schreibt er (http://banderivets.org.ua/natsiya-i-revolyutsiya.html): »Ukraine ist ein Mononationsstaat, auf unserem Lande leben aber 15 % Vertreter nationaler Minderheiten«. Es ist klar, dass viele dieser Menschen berechtigte Frage stellen: »Was passiert mit uns, wenn die Ukrainer ihres Staatswesen bekommen?« Die Antwort ist eindeutig und ist nicht von uns ausgedacht, sondern wurde uns von unseren Wegbereitern gegeben, und deshalb ist es unser heiliges Gebot. Das lautet:

Die Nichtukrainer, die mit Ukrainern für das Staatswesen der Nation zusammenkämpfen, sind unsere Artgenossen.

Die Nichtukrainer, die sich nicht unter die ukrainische Fahnen stellen, aber auch keine Gegenwirkung unserem Kampf leisten und das Recht des ukrainisches Volkes auf Dasein als Herr des eigenen Schicksals auf eigenem Lande tolerieren, behalten alle bürgerliche Rechte und Freiheiten.

Die Nichtukrainer, die gegen den nationalbefreienden Kampf des ukrainischen Volkes auftreten, sind Feinde der Nation und müssen entsprechend behandelt werden«.

Ausübung ließ sich nicht lange auf sich warten. Am Ende Januar 2014 an der Landstrasse Lvov-Krakovets haben die Neonazis ein Bus mit polnischen Bürgern an sich gegriffen (http://polemika.com.ua/news-136937.html). Wie eine Augenzeugin berichtet, »einer der ukrainischer Nationalisten hatte angekündigt, dass „wenn ihr nicht in die Feuerung wollt“, sollte jeder im Bus „Heil der Ukraine – Ruhm den Helden!“ rufen«.

In der heutigen Ukraine steht die »polnische Frage« nicht so scharf, wie die »russische«. Es gibt schon Tote in Charkow und Donetsk. Einheimische erzählen über Drohungen, Entführungen und Gewalt. Ausgerechnet Süd-Osten der Ukraine leistet der neuen Banderas-Ordnung den stärksten Widerstand, das heißt genau dort ist das Risiko der Wiederholung der Ereignisse von Wolhynien am höchsten. Sollte es nicht in dieser Form kommen, so wird es zumindest im Einklang mit der Grundidee (Säuberung der »Nation« von fremdethnischen Komponenten) sein.

UPA

Das Massaker von Wolhynien führte hauptsächlich die Ukrainische Aufstandsarmee (UPA) durch. Am Anfang war das die bewaffnete Formierungen, die sich aus untergeordneten Strukturen der OUN (B) für den Kampf gegen die Deutschen richtete, und das gegen den Willen der Organisationsleitung. Später übernahmen die Anhänger Banderas diese Formierungen und zwangen den »Aufständischen« die Rolle des Hauptgegners der polnischen und russischen Partisanen auf, die zu der Zeit bereits in Wolhynien und Polesien waren. An der Spitze der UPA trat Kreisleiter Dmytro Kljatschkiwskyj (Deckname »Klym Sawur«) auf. Der Historiker Juri Schewzow schreibt: »Der UPA wurde es bewusst, dass unverzüglich nach der Schneeschmelze der sowjetische Partisanenkrieg belebt wird, darum vernichteten sie bewusst die soziale Basis der sowjetischen Partisanen in der Region«.[3]

Faktisch wurde die UPA im Frühling 1943 gegründet. Der Historiker E.J. Borisenok schreibt: »Die intensive Bildung aus getrennten bewaffneten OUN-Gruppen der strukturierten Kriegseinheiten auf Wolhynien und Polesien wurde nach der dritten OUN(B)-Konferenz (von 17-21 Februar 1943) sehr intensiviert. Dieser Prozess wurde beschleunigt nachdem ca. fünftausend ukrainische Hilfspolizei in den Wald gegangen sind, und sich dort als Rückgrat der einheimischen territorialen UPA-Gruppierungen etablierten. Bis zum Sommerende 1943 schaffte es Banderas Leitung, die regierende Position in der UPA zu gewinnen, während sie die Initiative der Anhänger Melnikas und Borowets-Bulbas abfingen«.[4]

Zitieren wir noch einmal Juri Schewzow: »Eine große Besonderheit in der Entstehung der UPA Anfang 1943 war der Zufluss von gut vorbereiteten Leitungskräfte in alle Aufstandstruppen, von Soldaten bis zu den Kommandeuren des ukrainischen Bataillons der Polizei-Bewachungsdivision 201, die in Weißrussland unter der Stadt Lepel von März bis Dezember 1942 im Einsatz war.

Dieses Bataillon bestand aus OUN (B)-Aktivisten, die ganz am Anfang des Krieges Teil des ukrainischen Sabotagebataillons „Roland“ (ukrainischer Kommandeur E. Pobeguschtschij) und „Nachtigall“(ukrainischer Kommandeur R. Schuchewytsch) war. Die anti-partisanische Vereinigung dieser Teile (Hauptkommandeur Pobeguschtschij, sein Stellvertreter – Schuchewytsch) haben die Deutschen im Kampf gegen sowjetische Partisanen in Weißrussland ausgenutzt. Ende 1942 entstand die Gefahr der Niederlage des Partisanenbataillons, weswegen diese dann aus Weißrussland abgeleitet und Ende Dezember 1942 aufgelöst wurde. Die Mannschaft bekam die Anordnung, zum Dienst bei der örtlichen Polizei zu erscheinen. Einige Offiziere brachen gleich in den Wald aus zur neugegründeten UPA, die anderen flossen in die 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische SS-Division Nr. 1) hinein, die ebenfalls im Frühling 1943 gebildet wurde. E. Pobeguschtschij wurde in einem Moment Oberoffizier dieser Division, und sein Stellvertreter bei der Lepelbataillon R. Schuschkewitsch ging im Winter in den Wald, um dort  schon bald die UPA anzuführen…«.[5]

Die unmittelbare Vernichtung der Polen in Wolhynien fing auf Initiative der regionalen OUN (B)-Leitung – des Regionalleiters Dmytro Kljatschkiwskyj und des Kommandanten Wassili Iwachiv (übrigens, war er einer der Autoren des obengenannter Kriegsprogramm) an. Und obwohl es keine Erlaubnis der Führung der Zentralleitung für die Kampfschläge und Aktionen gegen Polen gab, waren sie einige Monaten später auf dem dritten größten Sonderkongress der OUN (B) im August 1943 vollständig genehmigt. Das Mitglied der Zentralleitung Michail Stepnjak erzählte darüber folgendes: »Die Aktivitäten gegen die Polen von „Klim Savur“ (Kljatschkiwskyj – Aut.) wurden insbesondere von „Gorbenko“, „Galyna“, „Iwaniv“ und Schuchewytsch verteidigt«.[6] Obwohl Bandera im Jahre 1941 im KZ Sachsenhausen (auf privilegierten Bedingungen – ohne Zwangsarbeiten, ohne Vernichtungsgefahr und mit guter Verpflegung) war, trägt auch er als Ideologe zweifellos die Verantwortung für die Geschehnisse in Wolhynien.

Zur Ermahnung hat im Oktober 2007 der damalige Präsident der Ukraine Wiktor Juschtschenko einen Erlass zur Feier des 65. Jahrestags der Gründung der Ukrainischen Aufstandsarmee herausgegeben, und Roman Schuchewytsch (posthum) mit dem Titel »Held der Ukraine« geehrt. Und im Januar 2010 hat Juschtschenko auch Stepan Bandera denselben Titel verliehen.

Für welche Heldentaten rühmen denn überhaupt die heutige Bandera Anhänger ihre »Helden«?

Das Gemetzel

Der Historiker Schwetsov behauptet, dass bis zum Anfang des Gemetzels die Bevölkerung Wolhyniens zu ca. 15% aus Polen bestand.[7] Ein anderer Historiker, Alexander Ussovskij (http://vybor.ua/article/Istorija/volynskaya-reznya-1943-goda-na-kom-krov-desyatkov-tysyach-lyudey.html), gibt an, dass die gesamte Bevölkerung Wolhyniens aus 2,085 Millionen Menschen bestand, und der Anteil der Polen 16,6% beträgt, also ca. 346.000. Man muss berücksichtigen, dass die glaubwürdigste Zahl der Opfer des Wolhynien-Massakers 60.000 beträgt.

Die Vernichtung war massenhaft und organisiert. Aber nicht nur der Ausmaß des Massakers verblüfft , sondern auch die wahnsinnige und perverse Brutalität, mit der es durchgeführt wurde. Zur Bestätigung führe ich typische Fragmente aus den Archivdokumenten an, die in verschiedenen Sammelbänden veröffentlicht wurden.

So wird im Sonderbericht UKR »SMERSCH« der 1. Ukrainischen Front vom 20. Mai 1944 über die Verbrechen der ukrainischen Nationalisten aus dem Dorf Mogilnitsy:

» Der Augenzeuge Janitskij S.I. sagte über Kritschkowskij aus:

„… In der Nacht zum 18.März verübten die ukrainischen Bandera-Nationalisten die Massenermordung der Polen im Dorf Mogilnitsy an. Unter dem Deckmantel russischer Partisanen stürmten sie maskiert in die Häuser der Polen hinein und führten die abscheulichsten Gräueltaten durch: Sie schnitten sie mit Messern, hackten die Kinder, schlugen die Köpfe der Menschen mit Äxten ein, und verbrannten danach, um die Taten zu verbergen, die Leichen.
In der obengenannten Nacht marterten, schlachteten und erschossen Banderas Anhänger ca. 100 sowjetische Aktivisten, Juden und Polen.
In der Nacht wurde auch meine Familie geschlachtet – meine Frau, meine 17-jährige Tochter und  mein Sohn. In mein Haus sind bis zu 15 Nationalisten eingedrungen, unter denen habe ich sofort Kritschkoskij Josef Antonovitsch erkannt, der unmittelbar an der Ermordung meiner Familie beteiligt war…“

Als die Aussagen vom Zeuge Janitsrij überprüft wurden, fand man im Wald in der Nähe von Mogilnitsy des Kreises Budsanovsk in Gruben 94 Leichen der zerfleischten Einwohner des Dorfes Mogilnitsy, die von Nationalisten in der Nacht zum 18. März 1944 ermordet wurden« (ЦА ФСБ. Ф.100. Оп.11. Д.7. Л.231–234).[8]

Aus dem Protokoll des Verhörs des Stellvertreters des Kommandeurs der Gruppe »Kruck« UPA Lev Jaskevitsch vom 28. Sept. 1949:

»Ich kann mich noch erinnern, dass wir allein im Dorf Zabara des Kreises Schumskoj 10 oder 15 Familien der polnischen Bewohner vernichteten. Wie viele es in den anderen Dörfern waren, weiß ich nicht mehr. Man kann sagen, dass die Bevölkerung, die es nicht geschafft hat, rechtzeitig aus dem Dorf auszuziehen, vollständig vernichtet wurde, und hier wurde es keine Rücksicht darauf genommen, ob es Kinder oder Alte waren, alle wurden geschlachtet ob Klein, ob Groß.

Es war die gleiche Lage wie in Stary Guty und auch in Majdany. Aber ich persönlich war nicht dort beteiligt« (ДА СБУ. Ф.13. Д.1020. Л.214–220).[9]

Aus dem Protokoll des Verhörs des Bauers Juchim Orljuk, 26. Juli 1944:

»Frage: Wie war das Lebensalter der ermordeten Polen?

Antwort: In der Nacht wurden ausnahmslos alle Polen, die sich im Dorf befanden, vernichtet, das heißt Erwachsene, Alte, Kinder und sogar Säuglinge.

Frage: Wer persönlich wurde von ihrer Gruppe getötet?

Antwort: Aus Tatschinskijs Familie wurde die Frau von Josef Tatschinskij, sein Sohn 8-10 Jahre jung und der Säugling ermordet. Aus Stschurovskijs Familie wurden Antonij Stschurovskij selbst, seine zwei Töchter 18-20, ihre Namen kannte ich nicht, und seine Frau Antonija, ungefähr 50, ermordet« (ДА СБУ. Ф. 13. Д. 1020. Л. 136–143).[10]

Aus dem Protokoll des Verhörs des Schlägers der UPA Wladimir Dubintschuk, 6.August 1941:

»Als sich die Mitbeteiligten neben dem Wagen befanden, bin ich ins Haus von Anton Soschinskij hineingerannt und habe dort ein Kind, ungefähr fünfjährig, erschossen. In der Stube waren noch zwei Kinder, aber meine letzte Patrone hat versagt. Dann kam ich aus der Wohnung raus und informierte Josef Lupinka darüber, der mir zwei Patronen und den Befehl, die beiden Kinder zu töten, gab. Zum zweiten Mal ging ich in die Wohnung und erschoss ein zweites ungefähr zweijähriges Kind. Gleichzeitig kam in die Wohnung Josef Lupinka herein und in meiner Anwesenheit erschoss er das dritte Kind, das ungefähr 6-7 Jahre alt war« (ДА СБУ. Ф.13. Д.1020. Л.26–34).[11]

Aus dem Protokoll des Verhörs des Schlägers der UPA, Wassilenko Peter, 15. Mai 1944:

»Unsere Bande war die ganze Zeit in den Gebieten Rovensk und Wolhynsk tätig. Dort hat unsere Hundertschaft unter dem Kommando Fjodor Korsjuks aus Wolhynien, Deckname „Kora“, zwei Siedlungen aus 300 Höfen vernichtet (verbrannt) – die Siedlung Gally und die Siedlung Paroslja, Bezirk Wladimerez, Gebiet Rovensk. Die gesamte polnische Bevölkerung mit Säuglingen wurde vernichtet (geschlachtet und zerhackt). Ich persönlich habe dort fünf Polen erschossen, die in den Wald rannten« (ДА СБУ. Ф.13. Д.1020. Л.204–207).[12]

Aus dem Protokoll des Verhörs des Schlägers der UPA, Ivan Grin, 1.März 1951:

»In der Nacht gab es die Vorbereitungen, und am nächsten Tag griff unsere ganze Bande, unter ihnen auch ich, die polnische katholische Kirche an, wo zu der Zeit ein Gottesdienst stattfand, und wo bis zu 200 Bürger der polnischen Nationalität sich befanden, – zweihundert alte Menschen und Minderjährige. Die Kirche wurde umringt, und dann fang die Vernichtung der Bürger an, die Haupteingänge und Fenster wurden mit Maschinengewehren beschoßen, infolgedessen wurden viele Bürger und Kinder getötet, und diejenigen, die es geschafft haben, auszubrechen, wurden verfolgt und während der Flucht ermordet. Nachdem Massaker der polnischen Bürger in der Kirche wurde die Verwüstung auf das Dorf Pavlovka ausgeweitet« (ДА СБУ. Ф.13. Д.985. Л.153–159).[13]

Aus dem Spezialbericht der 4 Verwaltung NKGB UdSSR über der Vernichtung der polnischen Bevölkerung von ukrainischen Nationalisten, 4.Aug. 1943:

»Der Gruppenagent Kutz, der aus der Stadt Wladimir-Wolhynsk zurückkam, berichtete, dass er am 18. Juli d.J. Augenzeuge der Massenvernichtung der polnischen Bevölkerung der Stadt Wladimir-Wolhynsk von ukrainischen Banderas-Nationalisten wurde.

Während des Gottesdienstes in den Kirchen wurden 11 katholische Priester und bis 2000 Polen auf den Straßen der Stadt von Anhänger Banderas ermordet« (ЦА ФСБ. Ф.100. Оп.11. Д.7. Л.102).[14]

Aus dem Protokoll des Verhörs des Kommandeurs der Kompanie UPA, Stephan Redeschi, 21.Aug. 1944:

»Ich war persönlich nur an einer Operation gegen die polnische Bevölkerung, die im August 1943 stattfand, unmittelbar beteiligt…

Wir haben fünf polnische Dörfer umkreist, und im Laufe der Nacht und des folgenden Tages die Häuser dieser Dörfer verbrannt und die Bevölkerung von Jung bis Alt abgeschlachtet – insgesamt mehr als zweitausend Menschen.

Mein Zug nahm an der Verbrennung eines großen Dorfes und eines angrenzenden Vorwerks teil. Wir schlachteten ungefähr 1000 Polen ab« (ДА СБУ. Ф.13. Д.1020. Л.164–176).[15]

Aus dem Protokoll des Verhörs des Schlägers der UPA, Adam Demtschuk , 28. Apr. 1950:

»Als ich zu der Siedlung Janovaja Dolina geführt wurde, war sie bereits vollständig von Banditen umkreist, haben die waffenlosen Schläger Eimer von Benzin und Kerosin aus den nahestehenden Gefäßen getragen und auf die Häuser gegossen. Als zwei oder drei Häuser übergegossen waren, wurden sie angezündet.
Die Menschen, die aus den brennenden Häuser heraussprangen, wurden auf der Stelle von bewaffneten Banditen erschossen« (ДА СБУ. Ф.13. Д.1020. Л.15–22).[16]

Aus dem Spezialbericht von T.A. Strokatsch und A.N. Martynov über die Bildung der ukrainischen Nationalarmee auf Wolhynien und Polessie von der OUN-Leitung und über den Zusammenstoß der ukrainischen Nationalisten mit den Polen, 21. Apr. 1943:

»Zugleich führten die ukrainischen Nationalisten bestialische Repressalien gegenüber der wehrlosen polnischen Bevölkerung durch; deren Aufgabe war die vollständige Beseitigung der Polen in der Ukraine.

In dem Bezirk Tsumansk des Gebiets Wolhynien wurde der Hundertschaft der Nationalisten befohlen, bis zum 15. April 1943 die Polen zu vernichten und ihre Siedlungen zu verbrennen. Zauljok, Galinuvka, Marjanudka, Perelysjanka und andere. Schon am 25. März 1943 wurde der Befehl gegeben. Am 29. März wurden im Dorf Galinuvka 18 Menschen zerhackt, die anderen liefen in den Wald. Im Dorf hat die Frau eines polnischen Arztes namens Stschelkin, die Mitglied der ukrainischen Organisation war, die Banderas mitgebracht, die haben dem Arzt die Ohren abgeschnitten, die Nase ausgerissen und seine Körper in Stücke zerfleischt. Im Dorf Pendyki wurden bis  zu 50 Menschen erschossen.

In der Siedlung Tschortorysk des Gebiets Wolhynien haben die Priester selbst 17 Polen hingerichtet.

Die im Dorf Große Werdtsche heimischen Nationalisten haben die Lehrerin aufgehängt und ihre Kinder erwürgt« (ЦДАГО України. Ф.1. Оп.23. Спр.523. Арк.43–46).[17]

Aus dem Bericht des Generalkommissars(!) Wolhyniens und Podiliens im Reichskommissariat der Ukraine über den gesamten Zustand und die Aktivitäten der politischen Leitung des Gebietes, 30. April 1943:

»In dem Rechenschaftszeitraum wurden viele polnische Familien vernichtet, ganze polnische Siedlungen verbrannt. Man muss unterstreichen, dass der größte Teil der ukrainischen Bevölkerung dabei mitgemacht hat. Die Banditenbekämpfung wird zusätzlich verkompliziert, da die Banditen tagsüber die Rolle friedlicher Bauern spielen« (BA. R 94/17. Bl.1-7).[18]

Man muss den unglaublich sadistischen Charakter der Strafkompanie unterstreichen. Die Banderas schnitten ihren Opfern Teile des Körpers ab, zerhackten, zersägten sie, nahmen den schwangeren Frauen ihre Kinder aus dem Leibe und nähten Tiere hinein,[19] stachen die Augen aus, schnitten die Köpfe der Männer ab und hielten sie vor ihre Frauen, schmissen die Kinder in die Tröge und genossen der Anblick, wie die Schweine sie auffraßen.[20]

Und was ist heute?

Heute spielen sich auf den ersten Blick undenkbare Sachen ab. Polnische Machthabende, die sich zu jedem Anlass an Katyn erinnern, verschweigen jedoch fleißig die viel bedeutendere Ereignisse in Wolhynien. Ein älterer Pole, Mitglied der weltweit einzigen »Organisation zum Gedenken an die Opfer des ukrainischen Nationalismus« und selbst Opfer der Bandera-Anhänger Taten ist, warnte in der Sendung »Wolhynien Schweigen« (http://www.vesti.ru/videos?vid=584275): »Unsere Politiker bemühen sich heutzutage über Wolhynien nicht zu reden, und diese Tragödie der Geschichte des polnischen Volks wird nirgendwo betrachtet«.

Für sich selbst spricht auch die Tatsache, dass der polnische Sejm das Wolhynien-Massaker nicht als einen Genozid der Polen anerkannt hat (Quelle). Als Genozid wurde aber Katyn anerkannt (http://www.gazeta.ru/politics/2005/03/22_kz_257236.shtml), dabei wurde die Sowjet Union beschuldigt, wider Resolutionen der Nürnberger Prozesse, wider des Mangels an der Motivation und wider mehrer Merkmale der Fälschung der »Beweismittel«. Der polnische Präsident Lech Kaczynski nahm nicht an der Gedenkfeier  zum 65 Jahrestag des Wolhynien-Massakers teil, er hat nur mehr einen Dienstbrief an die Veranstalter zugeschickt. Und darüber hinaus, das hat Oberhaupt des polnischen Staats das Patronat über »Wolhynische Gedenkveranstaltungen« generell abgelehnt.

Warum Bandera heute in der  Westukraine so verehrt wird, ist klar. Unklar ist, warum die Tatsache in Polen so vernachlässigt werden? Vielleicht, wie der ehemalige Chef des Sicherheitsdienstes der Ukraine, Alexander Jakimenko denkt (http://russian.rt.com/article/24159), weil Polen »alle Möglichkeiten nutzt«, darunter auch die Strukturen der NATO und der EU, um „die Ukraine zu unterwerfen“, denn Polen spielt eine maßgebend Rolle beim  Militärputsch in der Ukraine. In diesem Fall hat Polen keine Gründe mit Bandera-Nachfolgern zu streiten. Es kann natürlich auch aus demselben Grund sein, weshalb auch die Bandera-Anhänger trotz der Nazi-Repressionen keine Kampfhandlungen gegen die deutschen Okkupanten  geführt haben,  weil die UdSSR als Hauptfeind wichtiger war. Übrigens widerspricht das Eine dem Anderen nicht. Dmitrij Jarosch hat schon mehrmals erklärt: »Der einzige Weg der friedlichen, zivilisierten Entwicklung der Völker, die ihr Leben neben dem Russischen Imperium umbauen, ist die komplette Zerstörung des Imperiums und die Errichtung eines Nationalstaates auf seinem Gebiet«. Das bedeutet, dass die Machtergreifung von russophoben Nationalisten und Antikommunisten  in der Ukraine  nutzbringend für die polnische Regierung ist.

Viel komplizierter ist es, zu verstehen (wiederum, nur auf dem ersten Blick) wovon der  Leiter der Forschungsabteilung der Gedenkstätte der Geschichte politischer Repressionen »Perm-36« Leonid Obuchow ausgeht, wenn er erklärt (http://perm36.ru/ru/istoriya/stati-ocherki-vospominaniya/425-1212.html): »„Die Waldbrüder“ und Bandera-Anhänger haben für die Unabhängigkeit ihrer Republiken gekämpft, und heute gelten sie in den souveränen Staaten als Helden der Nationalbefreiung. Und das ist absolut legitim«. Das sagt übrigens nicht irgendjemand, sondern ein Doktor für historische Wissenschaften und Dozent des Lehrstuhls für Neuzeitgeschichte Russlands der Nationalen Forschungsuniversität der Stadt Perm. Man kann noch erwähnen, dass es in derselben »Perm-36« mehrere lobende Ausstellungen über ukrainische und anderen Nationalisten, die für den Zerfall der Sowjetunion kämpften, gab.

Solche Aktivisten und ganze Organisationen, wie zum Beispiel die Organisation „Memorial“, die sich in ihrem fanatischen Kampf gegen den Kommunismus und die sowjetische Geschichte in eine ideologische und »intellektuelle« Dienstleistung  für moderne Nazis und Bandera-Nachfolger verwandeln. Sie versuchen nicht nur diese reinzuwaschen (wie wir das am Beispiel Obuchows sehen), sondern singen auch mit den internationalen russophoben einen Chor (wo natürlich Bandera-Anhänger die Solo-Partie haben), was noch beunruhigender ist.

Heute haben sich die ideologischen Nachfolger von Bandera und Schuchewitsch schon mit Waffen ausgestattet und nutzten diese gegen die friedliche Bevölkerung. Es mag scheinen, dass im 21 Jahrhundert die wortwörtliche/genaue Wiederkehr der Taten der UPA unmöglich ist. Demjenigen, die so denken, rate ich nochmals die Chroniken aus Lybien und Syrien anzuschauen, wo die Amerikaner »Wiederstandskämpfer« unterstützten, und auch Videos mit Saschko Bily zu studieren (denkt jemand, er hätte sich nicht getraut? Oder dass er im »Rechten Sektor« ein Einzelfall war?), genauso wie die zahlreiche Aktionen mit den Slogans wie »Moskowiten – auf die Messerspitzen! «, und nazistische Fackelzüge in Kiew.

Professionelle Antisowjetisten (insbesondere die polnische »Intellektuelle«), können stolz sein – dank ihren Bemühungen gibt es heute das Risiko, dass neue Begriffe eingeführt werden: »Donezk-Massaker«, »Charkow-Massaker«, »Odessa-Massaker«…

Originaltext: Гончар О. «…Боже на небе, забудь про меня» // Газета «Суть Времени» №70, 26 марта 2014, URL: http://gazeta.eot.su/article/bozhe-na-nebe-zabud-pro-menya

Endnoten

1. А. Дюков. «Польский вопрос» в планах ОУН(Б): От насильственной ассимиляции к этническим чисткам // ЗАБЫТЫЙ ГЕНОЦИД: «Волынская резня» 1943–1944 годов: сборник документов и исследований / сост. А. Дюков. М.: Алексей Яковлев, 2008. С. 64–65.
2. Ibid. S. 78–82.
3. Ю. Шевцов. Военные последствия «Волынской резни»: создание УПА и сдерживание советского партизанского движения // ЗАБЫТЫЙ ГЕНОЦИД: «Волынская резня» 1943–1944 годов: сборник документов и исследований / сост. А. Дюков. М.: Алексей Яковлев, 2008. С. 127.4. Е.Ю. Борисенок. Введение // Украинские националистические организации в годы Второй мировой войны. Документы: в 2 т. Т. 1 : 1939–1943 / под ред. А. Н. Артизова. — М. : Российская политическая энциклопедия (РОССПЭН), 2012. С. 13
5. Ю. Шевцов. Военные последствия «Волынской резни»: создание УПА и сдерживание советского партизанского движения // ЗАБЫТЫЙ ГЕНОЦИД: «Волынская резня» 1943–1944 годов: сборник документов и исследований / сост. А. Дюков. М.: Алексей Яковлев, 2008. С. 128–129.
6. А. Дюков. «Польский вопрос» в планах ОУН(Б): От насильственной ассимиляции к этническим чисткам // ЗАБЫТЫЙ ГЕНОЦИД: «Волынская резня» 1943–1944 годов: сборник документов и исследований / сост. А. Дюков. М.: Алексей Яковлев, 2008. С. 87.
7. Ю. Шевцов. Военные последствия «Волынской резни»: создание УПА и сдерживание советского партизанского движения // ЗАБЫТЫЙ ГЕНОЦИД: «Волынская резня» 1943–1944 годов: сборник документов и исследований / сост. А. Дюков. М.: Алексей Яковлев, 2008. С. 124.8. ЗАБЫТЫЙ ГЕНОЦИД: «Волынская резня» 1943–1944 годов: сборник документов и исследований / сост. А. Дюков. М.: Алексей Яковлев, 2008. С. 13.
9. Ibid. S. 16.
10. ЗАБЫТЫЙ ГЕНОЦИД: «Волынская резня» 1943–1944 годов: сборник документов и исследований / сост. А. Дюков. М.: Алексей Яковлев, 2008. С. 23.
11. Там же. С. 28–29.
12. ЗАБЫТЫЙ ГЕНОЦИД: «Волынская резня» 1943–1944 годов: сборник документов и исследований / сост. А. Дюков. М.: Алексей Яковлев, 2008. С. 30–31.
13. Ibid. S. 36–37.
14. Ibid. S. 38.
15. ЗАБЫТЫЙ ГЕНОЦИД: «Волынская резня» 1943–1944 годов: сборник документов и исследований / сост. А. Дюков. М.: Алексей Яковлев, 2008. С. 40.
16. Ibid. S. 45.
17. Украинские националистические организации в годы Второй мировой войны. Документы: в 2 т. Т. 1 : 1939–1943 / под ред. А. Н. Артизова. — М. : Российская политическая энциклопедия (РОССПЭН), 2012. С. 616
18. Ibid. S. 619.
19. А. Мартынов. Преступления украинских фашистов. Историческая справка о военно-террористической деятельности ОУН – УПА // Украинский фашизм. Взгляд из Донбасса. Сборник материалов. – Донецк: АСТРО, 2008. С. 400
20. Dr Aleksander Korman. 135 tortur i okrucieństw stosowanych przez terrorystów OUN – UPA na ludności polskiej Kresów Wschodnich // Na Rubieży, № 35, 1999.

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