Strategie des Genozids im Süd-Osten der Ukraine

 

Wir gehen davon aus, dass die Kiewer Machthaber nach dem Krim-Referendum am 16.03.2014 einen Brennpunkt im Osten der Ukraine zu folgenden Zwecken künstlich erzeugt haben:

1. Eine Vertreibung der Bevölkerung, die der russophoben Ideologie von Bandera untreu sind
2. Russland zur Reaktion zwingen

Für eine künstliche Erzeugung des Brennpunktes in Süd-Ost Ukraine spricht die Unangemessenheit der Reaktion der ukrainischen Streitkräfte auf „die Erscheinung der Terroristen“ im Osten der Ukraine. In der Anfangsphase des Aufstandes wären die „Terroristen“ relativ leicht zu unterdrücken: sie konnten eingekesselt und durch Scharfschützeneinsatz vernichtet werden. Stattdessen wurden jedoch die Wohngebiete, wo sich die „Terroristen“ vermutliche aufhalten, mit schwerer Artillerie und Mehrfachraketenwerfersystemen (MFRS) beschossen. Die Feuerdichte war dabei so niedrig, dass man über keine Vernichtung der Wohngebiete sprechen kann. Es war lediglich eine auf die Bevölkerung gezielte Abschreckungsmaßnahme.

Welche Ziele verfolgt die Kiewer Regierung?


1. Vertreibung der Bevölkerung

  • Homogenisierung der Bevölkerung

Die Vertreibung der andersdenkenden Bevölkerung aus der Ukraine war Teil von Stepan Bandera’s Plan zum Bau eines Einheitlichen Ukrainischen Staates. Der Nazi-Kollaborateur und Hitler-Untertan Stepan Bandera spielt in der heutigen ukrainischen Regierung eine große Rolle, denn er wurde 2010 zum Helden der Ukraine gekürt.

Wer genau Bandera war, was seine Ideologie bedeutet – steht nicht im Fokus dieses Artikels. Unter seinem Namen geschah der Maidan-Putsch, seine Ideologie vertreten die regierende Beamten, und mit ihm ist eine Jahrzentenlange Zusammenarbeit mit den USA verbunden. Jedem sollte klar sein, dass Bandera für die heutige Ukraine eine sehr wichtige Figur ist.
Bandera wollte auf einem ganz bestimmten Weg den Einheitlichen Ukrainischen Staat aufbauen, was sich auch die heutige Kiewer Regierung als Ziel vorgenommen hat. Um am besten zu verstehen, wie genau das passieren soll, sehen wir in dem Dokument seiner Organisation der OUN(b) «Kampf und Tätigkeit der OUN während des Krieges»:

«Nationale Minderheiten sind folgendermaßen aufgeteilt:
a) uns freundliche, das heißt Vertreter der unterjochten Völker
b) uns feindliche, Moskowitern, Polen, Juden.

a) sind mit den Ukrainern gleichberechtigt; sie können in Ihre Heimat zurückkehren.
b) werden im Kampf vernichtet, außer denjenigen, die Regime verteidigen: Bei Umsiedlung in ihre Länder sind vor allem die Intelligente zu vernichten; Diese dürfen nicht zum Dienst in Ämtern zugelassen werden. Im allgemeinem ist es notwendig derer Entstehung zu verhindern, d.h. der Zugang zu Schulen usw. ist zu verweigern. Zum Beispiel, die sogenannten polnischen Bauern sind zu assimilieren, indem man ihnen unterrichtet, dass sie durch Polen gewaltsam assimilierte Ukrainer sind. Sämtliche Führungskräfte sind zu vernichten. Juden sind zu isolieren, aus den Ämtern zu entfernen, um Sabotage zu vermeiden. Dies betrifft auch Moskowitern und Polen. Hätte es eine unabdingbare Notwendigkeit gegeben, in einem Amt einen Juden bleiben zu lassen, so muss ihn unser Milizionär beobachten und beim kleinsten Vergehen liquidieren.
Keine Fremde-Feinde können Leiter einzelner Lebensbereiche sein, sondern nur Ukrainer. Assimilierung der Juden ist ausgeschlossen» [Quelle: hier].

Es ist nicht möglich, jemand als Held zu bezeichnen, und dabei seine Ideologie zu ignorieren. Das geht erst recht nicht, wenn seine Ideologie als Begründung seines Heldentums bezeichnet wird. Dementsprechend wird diese Ideologie in der Ukraine nicht nur parlamentarisch von unverhohlenen Banderisten, wie Dmitro Jarosch seit November 2014 vertreten, sondern auch als aktuelle Politik im Bezug auf Süd-Osten der Ukraine realisiert. Erst wenn im Donbass eine homogene Bevölkerung, die pro-Bandera eingestellt ist, übrig bleibt, wird die derzeitige ukrainische Regierung den Kampf beenden.
Ein anderer wichtiger Aspekt der Ideologie von Bandera war der Kampf gegen die Sowjetunion (und dementsprechend auch Russland). Damit hat er sein ganzes Leben nach dem Krieg beschäftigt. Kein Wunder also, dass die Bandera-Anhänger einen Krieg mit Russland wollen. Wir haben sehr ausführliche Informationsplakate über den ukrainischen Nationalismus erstellt, die bei Bedarf auch runtergeladen werden können. Dort wird noch einmal im Detail deren Ideologie, Taten, Kampf gegen die Sowjetunion und die Verbindungen mit den USA erklärt.

  • Flüchtlingen in Russland als politische, wirtschaftliche und soziale Destabilisierung

Ein anderer wichtiger Aspekt von der Vertreibung der Bevölkerung ist die Erzeugung eines großen Flusses von Flüchtlingen nach Russland. Allein die Aufnahme von ca. 114.000 Flüchtlingen, wie der Hochkommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlichen (UNHCR) im Juli 2014 gezählt hat, stellt eine Herausforderung, eine wirtschaftliche Belastung und eine soziale Anstrengung dar. Die russischen Behörden schätzten auch die 1,5 Mio. ukrainischen Arbeitsimmigranten als eine potentielle Gefahrquelle ein. Zusätzlich dazu ist es auch sehr einfach ukrainische Provokateure in die Flüchtlingsreihe zu integrieren, die dann für Unruhen und Anstiftung zum gewaltsamen Regierungssturz sorgen können. Es war auch anzunehmen, im Falle einer militärischen Reaktion Russlands, dass man diese Menschenmassen dazu benutzen kann, um die soziale Situation in Russland weiter zu eskalieren.

2. Reaktion von Russland

Es wurde eine der möglichen Reaktionen der Russland erwartet:

·         Einsatz der russischen regulären Streitkräfte

Einsatz der regulären russischen Streitkräfte in Süd-Osten der Ukraine wäre ein definitiver Akt der Aggression und würde zu einer legitimen Reaktion seitens der NATO, Konsolidierung des Westens gegen Russland, einem neuen Kalten Krieg, einer Konfrontation und einem heißen Konflikt führen, was alles für die Bandera-Anhänger in der Kiewer Regierung ein leidenschaftlich erwünschtes Szenario ist. Das entspricht ihrer Ideologie und ihrem Ziel. Es ist damit zu rechnen, dass sie unermüdlich provozieren werden. Die Bilder der russischen Einheiten auf russischem Territorium und der Kriegsgeräte von Aufständischen werden als Beweise der russischen Aggresion dargestellt.

·         Kein Einsatz der Streitkräfte und „Verrat des brüderlichen Volkes“

Falls es keinen Einsatz der russischen Streitkräfte geben sollte, so sollte Putin als „Verräter des brüderlichen Volkes der Ukraine“ stigmatisiert werden. Der „Verrat des brüderlichen Volkes“ in Kombination mit der Verschlechterung der wirtschaftlichen und sozialen Situation wegen der Aufnahme von Flüchtlingen würde den innenpolitischen Druck auf Putin erhöhen, und zwar sowohl aus den linken als auch aus dem rechten Lager der Gesellschaft. Putin würde das Vertrauen und Unterstützung der einfachen russischen Bürger verlieren. Durch den Krim-Anschluss hat Putin seinRating im Westen zerstört, was sein Ausschluss vom G8 Rat symbolisiert. Und durch den Verrat des brüderlichen Volkes im Südosten der Ukraine wäre damit dann auch die Unterstützung im Inland weg.

Wie wir in Retrospektive sehen, nahmen die Ereignisse im Sommer 2014 diese Laufbahn an und entwickelten sich in einer Intrige vom historischen Ausmaßen. Einzelheiten davon, wie der Aufstand des ukrainischen Volkes von den Eliten instrumentalisiert wurde, gehen bestimmt in die Geschichtsbücher ein. Hier wird nur die chronologischen Folge der Ereignisse strukturiert aufgezählt.
Im Frühling 2014 protestieren die Bürger in der Ost-Ukraine gegen den bewaffneten Staatsstreich. In fast allen Gebieten werden die Proteste unterdrückt (Odessa und Mariupol). In den westlichen Medien werden weder Proteste noch die gewaltsame Unterdrückung beleuchtet.  In der kleinen Stadt Slawjansk (Gebiet Donezk) taucht ein russischer Offizier Igor Girkin (der sich Strelkow nannte) mit einer Mannschaft von ca. 50 Kämpfer auf, stellt sich als Putins-Gesandter vor und übernimmt die Führung des Aufstandes.
Sein Partner Borodaj erklärt sich selbst zum Volksgouverneur der Hauptstadt des Gebiets von Donezk. Die Stadt Slowjansk, wo sich Strelkow aufhält, wird mit niedriger Feuerdichte beschossen. Die ukrainischen Medien stellen den Beschuss des eigenen Volkes als russische Aggression dar. Die westlichen Medien stellen Strelkow als Beweis der Präsenz der russischen Streitkräfte dar.

In russischsprachigem Internet wird eine aus extremen nationalistisch-rechten Kreisen ausgehende PR-Kampagne gestartet.
Durch den Einsatz von den Medien, wird aus Strelkow ein Held gezaubert, der tapfer und mutig gegen das Böse in der Ukraine kämpft. Ein Vorbild für alle Offiziere. Dies hatte besonders starke Resonanz im russischen Volk gefunden, da die russische Bevölkerung die Geschehnisse im Donbass sehr schmerzhaft und persönlich empfand. Viele Menschen konnten nicht schlafen, weil in der brüderlichen Ukraine ein Krieg läuft. Strelkow kämpfte für die Ideale der „Russischen Welt“, welche Putin ja angeblich durch sein Nichtstun verraten hatte.
Als die malaysische Maschine Boeing MH17 am 17. Juli 2014 abstürzte, meldete sich Strelkow mit Worten: “In Tores-Gebiet wurde gerade Flugzeug abgeschoßen, es liegt irgendwo hinter der Zeche „Progress“. Wir hatten jedoch gewarnt, in  „unserem Himmel“ nicht zu fliegen…“

Diese Meldung, die schnell wieder gelöscht wurde, war jedoch zu einer Beweisgrundlage, um die Verantwortung für den Abschuss des Flugzeuges dem Widerstand zuzuschieben. Am Anfang Juli begeht Strelkow ohne jeglichen militärischen Grund eine Flucht aus Slowjansk und führt die bewaffneten Aufständischen nach Donezk mit. Davor jedoch kamen fast täglich Videos mit Beschuldigungen an Putin raus, wo er angeblich den Donbass verraten hat. Damit übergab Strelkow praktisch ohne jeglichen Kampf fast die Hälfte der damaligen DNR an die ukrainische Seite.

Die Ukrainische Medien feierten den Sieg. Im russischsprachigen Internet wird die Medienkampagne gegen Putin verstärkt, weil er offensichtlich den „großartigen Held“ Strelkow nicht unterstützt hatte und somit das brüderliche Volk der Ukraine endgültig verraten hat.
Weiter versuchte Strelkow die Flucht des Widerstands aus Donezk nach Russland zu organisieren, was jedoch von den Aufständischen selbst nicht befolgt wurde… http://friend.livejournal.com/1576692.html

Mit so einem Plan sollte die Ost-Ukraine vollständig unterdrückt werden. Auf dem russischen Territorium wären dann ca. 2. Mio. ukrainischen Immigranten, schwer bewaffnete Truppen des Widerstandes, die allesamt Putin die Schuld für die Niederlage des Aufstandes geben[3]. Das wird vereint mit einer Masse unzufriedener russischer Bürger, die das ganze Spektakel im Internet anschauten und dementsprechend ebenfalls Putin die Schuld geben.

In dieser Sichtweise wird angenommen, dass die Kiewer Regierung den Brennpunkt im Süd-Osten der Ukraine künstlich erzeugt hat, um Russland in eine Konfrontation mit NATO auf dem ukrainischen Territorium einzuziehen. Es sei zu erwähnen, dass in anderen ukrainischen Gebieten, wie Odessa und Charkow die pro-russische Demonstrationen sofort gewaltsam unterdrückt wurden. Als es misslungen ist, wurde das zweite Szenario ins Leben ausgerufen, wo die Kontrolle der medialen Unterstützung und des bewaffneten Widerstandes des Donbass an rechte, russische Kreisen übergeben worden war, die wegen ihrer nationalistischen Ideologie an einem Staatssteich in Rußland interessiert sind. Die russische bürgerliche Gesellschaft hatte jedoch auf diese Herausforderung eine adäquate Antwort gefunden, woraus eine folgende Prognose hervorgeht:

  • Russland hat kein Interesse an einer Konfrontation mit NATO auf dem ukrainischen Territorium, deswegen gab es auch keinen Einsatz der Streitkräfte.
  • Die russische Gesellschaft hat auch kein Interesse an einem Staatsstreich, denn damit sind wesentliche Rückschläge, sowohl wirtschaftlich, politisch als auch ideologisch und strategisch verbunden. Das wäre auch für die nicht legitime Macht in der Ukraine eine große Unterstützung im Kampf gegen Russland.
  • Und die Handlungen von Russland werden weiterhin unberechenbar bleiben und irrational erscheinen.
  • Ukrainische Regierung sieht keine friedliche Lösung des Konfliktes vor, denn im Frieden werden Fragen nach der Entstehung des Brennpunktes gestellt und Schuldige an der Vertreibung der Bevölkerung gesucht. Diese Reginrung wird versuchen, die restliche Bewohner der Süd-Ost-Ukraine zu vertreiben und Aufständische aus ihrer Abwehrstellung herauszukriegen, indem die von denen kontrollierte Städte weiter beschoßen werden.

Somit trägt das Spiel um den Osten der Ukraine einen historischen Ausmaß. Die einzige Möglichkeit ist, dass der Donbass seine Staatlichkeit weiterhin befestigt und ausbaut, dann das ukrainsiche Volk von der nationalistischen Bestie befreien wird. Dass eine nazi-faschistische Ideologie nichts gutes dem Land bringen kann, wissen wir Deutsche am besten.

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