15. März 2014. Moskau. Marsch der Brüderlichkeit und des Bürgerwiderstandes

Heute, am 15.03.2014 hat in Moskau eine Kundgebung gegen den Faschismus in der Ukraine und zur Unterstützung des Volkes der Krim stattgefunden. Diese Kundgebung war in Form eines Marsches gehalten. Deswegen auch der Name: Marsch der Brüderlichkeit und des Bürgerwiderstandes [Orig.: Марш братства и гражданского сопротивления].


“Der Marsch der Brüderlichkeit und des Bürgerwiderstandes trägt einen ausschließlich friedlichen und antiextremistischen Charakter” – sagt am Anfang der Kundgebung der Politologe und Chef der sozialpolitischen Organisation „Das Wesen der Zeit“ Sergej Kurginjan. “Diesen Marsch haben wir aber mit Absicht wie eine Militärparade gestaltet, um der Junta in Kiew, die von einem Feldzug nach Moskau träumt, sowie unseren lokalen „Maidan-Befürwortern“ klar zu machen: Hier sind wir keine amorphe, träge Masse, sondern eine konsolidierte Einheit, die bereit ist, den Neo-Nazis einen aktiven bürgerlichen Widerstand zu geben. Wenn sie hier den Wind der Gesetzlosigkeit säen, werden sie einen Sturm ernten!”

An diesem Marsch haben mehrere Organisationen teilgenommen, wie zum Beispiel verschiedene Elternorganisationen, Kriegsveteranenverbände, Umweltschutzorganisationen und viele mehr.

Hier sind ein paar Bilder dazu:

Das Aufstellen vor dem Beginn des Marsches

Sergej Kurginjan gibt ein Interview für die Journalisten

Letzte Vorbereitungen vor dem Beginn

Den Marschformationen folgt eine Kolonne des Bürgerwiderstandes (mit einem großen roten Banner) „Im Feuer ist keine Furt!“. Sie besteht aus Freiwilligen, die sich auf der Webseite zur Teilnahme an der Kundgebung angemeldet haben.

Später folgten Vertreter mehrerer öffentlicher Organisationen und Parteien, die an dem Marsch teilgenommen haben.


Hier gab es auch sehr viele junge Leute


Vor dem Start



Und so fing der Marsch seine Bewegung an, am Anfang die geordneten Kolonnen aus den Mitgliedern der Bürgerbewegung „Das Wesen der Zeit“

Man hat schon vorher geübt, deshalb konnte man selbst in den Kurven die Formation beibehalten.

Die Kolonne mit dem Banner „Keine Wade im Feuer!“

 

 

 

Aus den Geschäften und Büros kamen Menschen und schauten mit großem Interesse zu – so etwas haben sie noch nie gesehen!

Alle sind sehr beeindruckt


Und natürlich froh!


Die ganze Zeit haben die Passanten alles auf Handys, Tablets und Kameras aufgenommen. Tausende von Leuten in roten Jacken, unter roten Fahnen überschwemmen die Straßen Moskaus. Wann gab es so etwas das letzte mal?

Und so kommt man am Platz der Revolution an.

Die strengen Gesichter der Kompanieführer beeindrucken sogar die Wehrpflichtigen 🙂


Genauso ordentlich nimmt man vor der Bühne Aufstellung.

Es gab einige Anhänger Putins, es gab aber auch viele, die der heutigen Regierung skeptisch gegenüberstehen. Einen bürgerlichen Widerstand, eine aktive und verantwortungsvolle Bürgerbewegung braucht man gerade dafür, damit die Beamten – so wie in der Ukraine – das Volk nicht verraten könnten.


Ein Paar Fotos von den Leuten, die den Marsch unterstützen

Für unsere deutsche Leser fassen wir die Geschehnisse in der Ukraine kurz zusammen, da die deutschen Medien und Regierung leider ein total einseitiges, nur ihren Zwecke dienendes Bild liefern. Im Februar wurde der demokratisch gewählte Präsident der Ukraine von neo-nazistischen Kräften gestürzt. Der ultrarechter Putsch wurde zum größten Teil durch die USA entflammt, medial und finanziell unterstützt (Erinnern wir uns an die Worte von Abteilungsleiterin des US-Außenministeriums Victoria Nuland, dass die USA in die „Demokratie“ in der Ukraine über 5 Mrd. Dollar investiert haben). Zum großen Bedauern folgt die EU und vor allem Deutschland als vorantreibende Macht der Europäischen Union gänzlich den Interessen der USA, statt die Interessen ihrer eigenen Länder und Völker zu schützen, die eng mit den Interessen Russlands verflochten sind und existenziell vom Frieden in Russland und in der Ukraine abhängig sind.
Diese selbsternannte Regierung in Kiew hat nach dem Putsch gleich mehrere Gesetze verabschiedet, die das russischsprachige Bevölkerung der Ukraine stark diskriminieren. Zur Information: Bis zu 46% der ukrainischen Bürger sind russischsprachig.
Es folgten Gewalttaten gegen ethnische Russen, Juden, russischsprachige Ukrainer, Angriffe auf Synagogen. Die Halbinsel Krim ist größtenteils von Russen besiedelt. Die Regierung der autonomen Republik Krim hat zu einer Volksabstimmung aufgerufen. Am Sonntag, den 16.03.2014, hat ein Referendum stattgefunden, bei welchem das Volk mit absoluter Mehrheit entschieden hat, dass es ein Teil der Russischen Föderation werden will.
Viele dieser Fakten wurden in den westlichen Medien ignoriert und das Volksreferendum wurde im Voraus für rechtswidrig erklärt.

 

 

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